Die SUPERIO Bassblockflöten von Küng wurden von dem Schweizer Blockflötenbauer Geri Bollinger für die Firma Küng entwickelt. Seine intensive Suche nach tiefen, sonoren Klängen führte ihn über jahrelange Entwicklungsarbeiten zu den Instrumenten, wie sie sich heute präsentieren. Die wesentlichen Merkmale für den tiefen, warmen und vollen Klang sind die weite Mensur, resp. die relativ weite Bohrung, der breite, nicht zu hohe Windkanal sowie eine Mensur, die stimmende Obertöne erlaubt. Das Konzept dieser Instrumente stimmt offensichtlich mit den Wünschen der Spielerinnen und Spieler überein. In aller Welt sind die tiefen Küng-Blockflöten weit verbreitet und werden von professionellen Spielern wie auch von Amateuren in unzähligen Blockflöten-Ensembles und -Orchestern geschätzt.
QNG wurden ein Großbass und ein Kontrabass zur Verfügung gestellt. Wir danken der Firma Küng ganz herzlich für ihre freundliche und großzügige Unterstützung.
Küng Blockflöten GmbH Schaffhausen (CH), www.kueng.blockfloeten.ch
Üblicherweise gilt: je größer die Blockflöten, desto behäbiger reagieren sie und desto schwieriger sind sie zu spielen. Ihre großen, weit auseinander liegenden Grifflöcher und ihr großes Luftvolumen erfordern vom Spieler einen wahren Kraftakt.
Die Zusammenarbeit von Mollenhauer mit dem bekannten Flötenbauer Friedrich von Huene konnte schließlich das kleine Wunder wahr werden lassen. Von Huene hatte bereits vor Jahren verschiedene Bassflötengrößen als Einzelstücke für renommierte Blockflötenquartette hergestellt. Eines dieser Modelle konnte Mollenhauer weiter verfeinern. So gibt es seit kurzem eine in jedem Detail anspruchsvoll in Serie gebaute Großbassblockflöte mit interessanten Eigenschaften:
Die Innen- und Außenform wurde in der Art hochbarocker Vorbilder nach Bauprinzipien der Nürnberger Instrumentenbauerfamilie Denner gestaltet. Die Innenbohrung verläuft vergleichsweise schlank und zentriert die Reaktionsgeschwindigkeit der Luftsäule auf ein erstaunliches Maß. Daraus resultiert ein überraschend geringer Luftverbrauch, eine verblüffende Beweglichkeit in allen Registern sowie eine schnelle Ansprache, Klarheit und Tragfähigkeit der Töne in voller Chromatik.
Eine leichtgängige, im Blockflötenbereich einmalige Klappenmechanik erlaubt geläufiges Spiel ohne Ermüdungserscheinungen, was das Instrument auch als flinkes Generalbassspiel brauchbar macht. Schließlich sorgt ein durchdachtes Anblassystem mit einem speziellen Anblasrohr für ein dynamisch expressives Spiel ohne Nebengeräusche. Über flexibel verstellbare Anblaspositionen des Rohrs lässt sich auf einfache Weise die Mischfähigkeit des Flötentones für verschiedene Klangfarben im Ensemble steuern.
Alles in allem gelang Mollenhauer ein innovatives Konzept, welches auch QNG neue musikalische Dimensionen im Bassregister von Blockflöten eröffnet hat.
QNG wurde ein Denner Großbass freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Wir danken der Firma Mollenhauer.für die großzügige Unterstützung sehr herzlich!
Firma Mollenhauer in Fulda (D)
www.mollenhauer.com
Diese modernen Bass-Blockflöten wurden in den 1970er Jahren von Joachim Pätzold, einem Blockflötenbauer aus Tübingen, entwickelt. Dessen Idee war es zunächst große, jedoch gleichzeitig preisgünstige Blockflöten zu produzieren. Hierfür übernahm er hinsichtlich der eckigen Bauweise, der Mensur, sowie der Oberflächenbeschaffenheit die Ideen alter
Orgelbauer zum Bau von Orgelpfeifen, wählte jedoch billiges Material – Sperrholz.
Ein Klappensystem sollte ursprünglich Kindern mit kleinen Händen ermöglichen Bass-Instrumente zu spielen.
Das Konzept dieses Modells ging in die Hand seines Neffen und Nachfolgers Herbert Pätzold über, der seitdem seine Instrumente exklusiv und weltweit vertreibt.
Bald entdeckten professionelle Blockflötisten die futuristisch anmutenden, eckigen Blockflöten für sich, da sie der rauchige und gleichzeitig sehr perkussive Klang begeisterte. Aufgrund der eckigen Bauweise besitzen sie einen ganz spezifischen Obertonreichtum, dessen Spektrum sich durch unterschiedliche Artikulation entfaltet.
www.alte-musik.info
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Blockflöte an zahlreichen europäischen Höfen etabliert. Aus einer englischen Chronik von 1510 ist über King Henry VIII Folgendes überliefert “exercising himself daily in shooting, singing, dancing, wrestling, playing at the recorders, flutes, virginals, and in setting of songs and making of ballads.” In einer Bestandsliste wird die Existenz von 76 Blockflöten und 72 Traversos am Hofe King Henrys belegt; möglicherweise gefertigt von Mitgliedern der venezianischen Familie Bassano, herausragende Blas-Instrumentalisten und Instrumentenbauer, die vollständige Instrumentenfamilien nach England brachten.
Michael Praetorius erwähnt in seiner Encyclopädie Syntagma Musicum II (1619) ebenfalls ein komplettes Set von 21 venezianischen Blockflöten, genauso Marin Mersenne in seiner Abhandlung Harmonie Universelle (1636), in der er folgendes über ein Blockflöten-Consort schreibt: „sie können alle zusammen erklingen, wie die hohen und tiefen Register einer Orgel.“
Aus der Zeit von 1530 bis 1650 sind ungefähr 150 Originalinstrumente erhalten.
Unsere Renaissance-Instrumente sind Kopien von Originalinstrumenten aus Museen in Brüssel/Belgien, Braunschweig/Deutschland, Kopenhagen/Dänemark und Merano/Italien, angefertigt von der niederländischen Blockflötenbauerin Adriana Breukink.
Aufgrund ihrer nahezu konischen Bohrung besitzen sie einen wunderbar tiefen, sonoren Klang, der sich gut mit anderen Blockflöten mischt. Daher werden sie als Consortinstrumente bezeichnet. Sie sind zwischen mitteltönig und gleichschwebend gestimmt.
Die Gebrüder Sigmund (vor 1486 – 1557) und Hans (1486 – 1565) Schnitzer – “Stadtpfeifer und Pfeifenmacher” in Nürnberg/Deutschland – waren unter den Blockflötenbauern der damaligen Zeit bereits sehr bekannt. Sie kennzeicheten ihre Blockflöten mit dem Logo “AA”, welches man ebenfalls auf Abbildungen in Silvestro Ganassis erster Abhandlung über Blockflöten “La Fontegara” wiederfindet.
Ganassi beschreibt darin Instrumente, deren Ambitus über eine Oktave und eine Sext hinausreicht. Er gibt dazu Tabellen mit unterschiedlichen Griffweisen.
Die Blockflöten nach Schnitzer sind die einzigen, die diese Voraussetzungen erfüllen, im Gegensatz zu Instrumenten von Schnitzers Zeitgenossen, den berühmten Flötenbauern Bassano und Rauch von Schrattenbach.
www.adrianabreukink.com